Nr.1 Wirtschaftsnachrichten – Russland Oktober 2017


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Special News – Wirtschaftsnachrichten Russland Oktober 2017.

Am 12. Oktober 2017 trafen sich die Vertreter von 20 führenden deutschen Unternehmen in Sotschi mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Laut der Nachrichtenagentur RIA Nowosti ist das Treffen eine Initiative des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft. Zu den Teilnehmern zählten Siemens, Metro, Knauf, Schaeffler und andere führende Unternehmen. Am Treffen hat auch der Präsident von Kasachstan Nursultan Nasarbajew teilgenommen. Den Teilnehmern geht es um die Verbesserung der Wirtschaftsbeziehungen und um eine Annäherung der EU an die Eurasische Wirtschaftsunion. Laut AHK sind in Russland mehr als 5.000 deutsche Unternehmen aktiv – mit einem Jahresumsatz von rund 50 Milliarden Dollar. Trotz der angespannten politische Lage sind alle Seiten an guten Wirtschaftsbeziehungen interessiert.

Wie der russische Entwicklungsminister Maxim Oreschkin mitgeteilt hat, ist im September 2017 trotz der Sanktionen das Bruttoinlandsprodukt in Russland auf (oder meinst du hier “um”?) 2,4% gestiegen. Besonders gute Ergebnisse hat die Landwirtschaft gezeigt: Im September war ein Wachstum um 8,3 % zu verzeichnen, im Hinblick auf den Jahresanfang ist  in der Landwirtschaft insgesamt ein Wachstum um 3,4 % zu vermerken. Zurzeit sind mehr als 133 Millionen Tonnen Getreide geerntet, in 2016 waren es zu dieser Zeit nur 116 Millionen Tonnen.

Die Produktion der russischen Holzverarbeitungsindustrie ist in den ersten acht Monaten des Jahres 2017 um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen. Vor allem die Herstellung von Holzfaser- und Holzspanplatten steigt. Russland besitzt die größten Holzvorräte der Welt. Um die Verarbeitungstiefe und den Wertschöpfungsgrad in der Holzwirtschaft zu erhöhen, hat das Industrieministerium die “Strategie zur Entwicklung des Holz verarbeitenden Komplexes bis 2030″ erarbeitet. Für den Bau von Holzhäusern und die Produktion von Zellstoff stehen Fördergelder von 31,3 Milliarden Euro zur Verfügung.

Goldreserven der Zentralbank Russlands sind im September 2017 um 2% gestiegen, der Anstieg umfasst somit rund 34,22 Tonnen Gold. Laut der Zentralbank Russlands sind die Goldreserven zum 1. Oktober 2017 damit auf insgesamt 1.779 Tonnen gestiegen.

Gleichzeitig hat die russische Zentralbank den Euro-Anteil an ihren Reserven auf ein zehnjähriges Tief von 25,7% gesenkt. Im September 2017 betragen die russischen Währungsreserven rund 424 Mrd. US-Dollar.

Am 26. September 2017 eröffnet der deutsche Messgeräte-Hersteller WIKA sein erstes Werk in Russland. Die Investitionen belaufen sich auf knapp 15 Millionen Euro. Zu dem Werk mit einer Fläche von zwei Hektar zählt auch ein eigenes akkreditiertes Kalibrierlabor. „Moskau ist nun der modernste Standort in der WIKA-Welt”, sagte der aus der Firmenzentrale im bayerischen Klingenberg angereiste WIKA-Präsident Alexander Wiegand.

Die Schweizer Landmaschinen-Gruppe Kuhn investiert 70 Millionen Euro in Russland. Die Gruppe Kuhn hat 19 Hektar Land bei Woronesch für ihre künftige Produktion gekauft. Das neue Werk soll Bodenbearbeitungs- und Sämaschinen sowie Technik für den Pflanzenschutz produzieren. Die Gruppe Kuhn erwartet aufgrund der vom Ackerbau geprägten Agrarstruktur Russlands den größten Wachstumsschub und setzt auf Expansionskurs.

Am 16. Oktober hat der französische Pharma-Konzern Sanofi-Aventis einen Investitions-Kontrakt in Russland unterschrieben. Die Investitionen betragen etwas mehr als 11 Millionen Euro. Die Investitionen sind für ein eigenes modernisiertes Insulinproduktionswerk geplant.

Am 17. Oktober hat die russische Regierung mitgeteilt, dass in Sankt Petersburg ein IT-Campus für ca. 600 Millionen Euro gebaut wird. Dieser wird Platz für ca. 3.600 Studenten bieten. Auf dem Campus sind 50 internationale Labore und fünf Innovationsproduktionen geplant, mit 6.500 neuen Arbeitsplätzen.

Noch eine interessante Veranstaltung hatten die Studenten aus der ganzen Welt in der vergangenen Woche. In dem russischen Ort Sotschi fand vom 14. bis zum 22. Oktober 2017 das 19. Internationale Festival der Studenten und Jugendlichen statt. Am Festival haben 25 Tausend Jugendliche aus 185 Ländern teilgenommen. Junge Leute aus der ganzen Welt haben verschiedene Themen in Foren ausdiskutiert, haben an Kultur- und Sportveranstaltungen teilgenommen und 15 Regionen in Russland besucht. An einem Ort haben sich junge Ingenieure, IT-Spezialisten, Journalisten, Wissenschaftler, Politiker versammelt und aktiv gemeinsam gearbeitet. Was für eine gute und angenehme Botschaft in den heutigen unruhigen Zeiten.

Author: ECONOMY TV
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