Das “Eastern Economic Forum-2021“ startet in Russland

Europa könnte dabei sein

Am 2.September 2021 startet das sechste „Eastern Economic Forum“ in Wladiwostok. Das Forum zählt zu einem der wichtigsten internationalen Plattformen zur wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Zusammenarbeit zwischen Russland und Staaten aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Es ist die zweite große internationale Veranstaltung In diesem Jahr, die in Russland stattfindet. Die Delegierten aus mehr als 50 Ländern und Hunderte Abkommen werden erwartet. Wenn auch die Pandemie Russlands Schwenk nach Osten schon etwas aufgehalten hat, besteht kein Zweifel, dass die Wende an Tempo zulegen wird, sobald das Geschäftsleben wieder pulsiert. Die Länder Europas können sich trotzdem schon jetzt daran beteiligen.

Das Interesse am russischen Fernen Osten ist verständlich. Riesige Vorräte an mineralischen Bodenschätzen konzentrieren sich hier – von Öl und Gas über Metalle bis hin zu marinen biologischen Ressourcen. Alles liegt unmittelbar nah für große asiatische Verbraucher. In den letzten Jahren hat die russische Regierung es in vielerlei Hinsicht geschafft, auf Exporte von unverarbeiteten Produkten zu verzichten. Ab kommendem Jahr gib es ein vollständiges Exportverbot für unverarbeitetes Holz. Investoren erhalten einen Anreiz, Fabriken und Werke in Russland zu bauen. Das Land bemüht sich, das beste Geschäftsumfeld für Auslandsinvestoren zu gewährleisten. Der russische Staat gründet spezielle Industriezonen mit fertiger Infrastruktur und reduzierten Steuern. Gerade auf dem Östlichen Wirtschaftsforum werden Hunderte von wichtigen Abkommen geschlossen.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Eingang zum Fernen Osten für Europa verschlossen ist. Europäische Investoren können sich gleichberechtigt an diesem Prozess beteiligen und dadurch richtig Geld verdienen. Praktisch alle Großprojekte des Fernen Ostens finden mit Beteiligung deutscher, italienischer, französischer Maschinen- und -Ausrüstungslieferanten statt. Wir haben schon über viele solche Projekte erzählt, zum Beispiel, über das kürzlich eröffnete riesige Projekt AMUR als Gasaufbereitungsanlage von Gazprom oder die Werft „ZVEZDA“ (Stern) in der Region Primorje. Würde sich die Politik nicht in die Wirtschaft einmischen, während die europäischen Investoren vor möglichen Sanktionen ihrer eigenen Regierungen Angst haben, dann könnten wir alle viel mehr verdienen. Schauen Sie doch aufmerksam die Karte an: es ist ja klar, dass Europa und Asien einen erfolgreichen Wirtschaftsraum darstellen, wo Russland das Land ist, das die Kontinenten verbindet. Wenn die Zeit der politischen Konfrontation vorbei ist, wird Europa es mit aller Deutlichkeit wahrnehmen. Mittlerweile sind es Investoren aus China, Indien und anderen asiatischen Ländern, die in Russland ihre Businessinteressen mit Pfählen abstecken.

Quelle: YouTube / Russland Klargestellt
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