Arktis – das Gebiet des Dialogs 2019

Am 9. April wird in Russland das internationale Forum «Arktis – das Gebiet des Dialogs» eröffnet, an dem auch Spezialisten aus Deutschland teilnehmen werden. Obwohl Deutschland kein arktischer Staat ist, steht Deutschlands Beitrag zur Erschließung und Erforschung der Region nicht in Frage. Dieser kann sich jedoch noch erheblich steigern.

Neulich hat die UN-Unterkommission den Antrag Russlands auf Erweiterung des Schelfes in der Arktis genehmigt. Russland versucht, die Erweiterung der Grenzen seines Kontinentalschelfes in der Arktis um 1,2 Millionen km seit vielen Jahren wissenschaftlich zu begründen – jetzt werden in dieser Angelegenheit erhebliche Fortschritte erzielt. Wenn der Antrag Russlands schließlich von der internationalen Gemeinschaft genehmigt wird, so wird sie Zugang zu zahlreichen Bodenschätzen erhalten. Dies eröffnet große Möglichkeiten für deutsche Unternehmen in der Zusammenarbeit mit Russland bei der Entwicklung neuer Gebiete. Erfahrung in dieser Richtung ist bereits vorhanden – Mitarbeiter des Alfred Wegener Instituts für Polar- und Meeresforschung beteiligen sich aktiv an arktischen Expeditionen mit russischen Kollegen, deutsche Technologie und Ausrüstung werden von russischer Seite für die Offshore-Ölproduktion verwendet.

Russland wartet nicht nur auf das deutsche Geschäft in der Arktis, sondern ist auch bereit in deutsche Unternehmen zu investieren. So erwarb 2014 eine russische Firma die älteste deutsche Werft „Zitas“, rettete sie vor dem Bankrott und holte neue Aufträge, einschließlich der Entwicklung von Eisbrechern.

Es ist offensichtlich, dass die Erweiterung der arktischen Grenzen Russlands ein neues „Klondike“ für alle eröffnet, die für eine konstruktive Zusammenarbeit mit Russland bereit sein werden. Allerdings sollten sie nicht vergessen, dass die Erhaltung der Arktis-Ökologie notwendig ist und dass in jeder Hinsicht übermäßige Militarisierung der Region zu vermeiden gilt.

 

Quelle: YouTube / Russia Clarified
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